Was steckt hinter Deinen Konflikten? Wie Du Deine inneren Überzeugungen transformieren kannst

Ich war wieder einmal in alte Muster gefallen. Ich bin in das Leistungsdenken gerutscht „ich muss gut sein“, „ich muss das und das und das noch schaffen“, „ich darf mir keine Blösse geben“, „ich muss ... ich muss ...“, sonst bin ich nicht gut genug. Dabei habe ich mich vergessen, vergessen, was es bedeutet in der Gelassenheit und Ruhe zu leben, vergessen, was es heisst, in der Liebe zu sein, frei von der Angst zu versagen.

Der Ursprung dieses Muster liegt in meiner Kindheit. Mir wurde gesagt „ohne Leistung kommst Du im Leben nicht weiter“, damit spürte ich die Ängste und Sorgen meiner Familie in Bezug auf meine Schulkarriere und meine Zukunft. Der Druck war sehr hoch. Ich schloss daraus für mich, dass ich viel leisten und hart arbeiten muss, um weiterzukommen. Dieses Muster war zusätzlich geprägt von der Angst zu versagen.

Rückblickend wünschte ich mir, dass ich das Wissen über die Auswirkungen von negativen Glaubenssätzen gehabt hätte. Mir war nicht bewusst, dass ich durch meine Gedanken meine oft sehr schwierige Realität selbst erschaffen hatte. Ich hätte weniger leiden müssen. Ich hätte nicht so viele Ängste vor meinem ersten Job haben und ich hätte nicht so viele Unsicherheiten erleben müssen. Ich hätte so viel mehr Freude und Gelassenheit beim Lernen und bei meiner Arbeit haben können.

Was sind Glaubenssätze?

Kurz gefasst sind sie der Ausdruck dessen, was Du über Dich, die Realität oder die Welt denkst. Glaubenssätze sind Deine Überzeugungen. Es gibt positive Glaubenssätze, die Dir helfen, Deine Ziele zu erreichen und negative Glaubenssätze, die Dich einschränken und Deinen Erfolg und Dein persönliches Glück mindern. Die negativen Glaubenssätze sind immer geprägt von negativen Emotionen wie Angst, Wut, Ärger oder Trauer.

Wir alle haben innere Überzeugungen, wie das Leben, die Menschen, Beziehungen und die Arbeit zu sein haben. Meistens agieren diese Überzeugungen aus dem Unterbewusstsein. Da wir viele Glaubenssätze tief verinnerlicht haben, merken wir oft gar nicht, wie sie unser Leben steuern.

Negative Glaubenssätze beginnen oft mit „ich kann nicht ...“, „ich bin nicht gut in ...“, „Das macht man nicht …“, oder „ich darf nicht …“. Negative Glaubenssätze programmieren Dein Gehirn darauf, zu versagen, unabhängig davon, was Deine wahren Fähigkeiten und Kompetenzen sind, weil sie an negative Emotionen gekoppelt sind, denen Du Glauben schenkst. Du denkst „ich schaff das wirklich nicht …“ also mache ich es nicht. Kannst Du mit absoluter Sicherheit sagen, dass das wahr ist?

Wie entstehen Glaubenssätze?

Nicht jeder Gedanke wird direkt zum Glaubenssatz. Es gibt Glaubenssätze, die sind aus Deinen eigenen Erfahrungen entstanden. Wenn Du mehrfach enttäuscht, betrogen oder verlassen wurdest, dann wird daraus vielleicht ein Glaubenssatz wie: „Männer sind untreu“, „ich werde nie den richtigen Mann finden“ oder „ich habe einfach kein Glück in der Liebe!“

Andere Überzeugungen stammen vielleicht aus Deinem Umfeld. Deine Eltern konnten Dir nicht die Sicherheit oder Liebe mit auf den Weg geben, die Du Dir so sehr gewünscht hattest. Daraus folgerst Du, die Welt ist nicht sicher oder ich bin nicht liebenswert. Vielleicht wurdest Du als Kind oft kritisiert und hast daraus geschlossen, ich bin nicht OK, ich bin komisch oder ich bin nicht gut genug.

Und nun stehst Du in Deinem Berufsleben oder bist in einer Partnerschaft und gerätst immer wieder in Konflikte, die Dich belasten. Oder Du verlierst immer wieder den Job, weil Du daran glaubst, dass die Welt nicht sicher ist.

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Mit Deinen Gedanken kreierst Du Deine Realität

Ob Du es glaubst oder nicht, aber Deine negativen Glaubenssätze wirken mit unglaublicher Kraft auf Deine heutige Situation. Dabei spielt das Gesetz der Anziehung eine grosse Rolle. Wenn Du den Glaubenssatz in Dir trägst „ich bin nicht gut genug“ oder „ich muss viel leisten und perfekt sein“, dann ist die Wahrscheinlichkeit gross, dass Du in einem Arbeitsumfeld oder in einer Beziehung landest, die Dir diesen Glaubenssatz spiegeln. Zum Beispiel wirst Du einen Chef haben, der Dich klein hält oder Dich extra viel arbeiten lässt. Vielleicht glaubst Du, dass die Welt nicht sicher ist, weil Du in Deinem Leben keine Sicherheit mit auf den Weg bekommen hast. Dann wirst Du immer wieder mit Situationen im Leben konfrontiert, die Dich darin bestärken, dass die Welt wirklich nicht sicher ist. Zum Beispiel verlierst Du immer wieder den Job oder Du findest keinen Partner oder keine Partnerin, weil Du lieber gar keine Partnerschaft eingehst, als wieder enttäuscht zu werden. Dies läuft meist unbewusst ab, wenn Du Deine inneren Überzeugungen noch nicht kennst.

Wenn Du immer wieder in Schwierigkeiten oder Konflikte gerätst, dann spielen innere Überzeugungen sicherlich eine Rolle. Das Leben führt Dich in diese Schwierigkeiten, damit Du lernst Frieden zu schliessen, damit Du lernst, Dich wieder mit der Liebe zu verbinden, von der Du Dich getrennt hast. Diese Schwierigkeiten sind kein Zufall, sondern helfen Dir den Weg der Heilung einzuschlagen.

  • Ereignisse wie Kündigungen, Trennungen oder Unfälle und Krankheiten sind wahre Quellen für inneres Wachstum.

  • Übernimm Verantwortung für Deinen Teil der Geschichte und halte inne und richte den Blick nach innen.

  • Werde Dir Deiner inneren Glaubenssätze und den dahinterliegenden Gefühlen und Emotionen bewusst.

  • Wenn Du weisst, welchen Gedanken Du Glauben geschenkt hast, die nicht mit der Realität übereinstimmen, kannst Du sie transformieren, indem Du Dir erlaubst, neu zu wählen und neu zu denken.

  • Wenn Du weisst, woher und wann Du diese Gedanken begonnen hast zu glauben, kannst Du Deine Opferhaltung aufgeben und Verantwortung für Deine innere Transformation übernehmen. Du kannst neu wählen.

  • Schliesse Frieden mit Deiner Vergangenheit, damit Du voller Zufriedenheit, Gelassenheit und Liebe Deine Gegenwart leben kannst. Dann öffnen sich die Türen für Dich und Dein Leben und Du bist frei!